Standesgemäß Anfang November ging’s auch heuer wieder auf den Stubaier Gletscher zur Saisoneröffnung. Wetter ließ zwar zu wünschen übrig, denn der satte blaue Himmel blieb auch heute aus, aber hier die Bilder – es muss ja nicht immer die Sonne strahlen, um Spaß zu haben
Ja ja, die guten alten Ösis, die haben einfach noch Ahnung, wie man seine Studenten behandelt. Am Wochenende hat mein Bruder seinen Bachelor der Tourismus- und Freizeitwissenschaften am MCI Innsbruck überreicht bekommen, eine Feier, wie sich’s jeder Student eigentlich wünscht. Vom Generalsekretär des Bundesministeriums für Wirtschaft und Forschung bis zum Präsident der Wirtschaftskammer Tirol war alles Offizielle anwesend, was das kleine Österreich so zu bieten hat. Feierlich mit Grußworten, Überreichen der Zeugnisse und anständigen Empfang wurde genau das geboten, was ein Studienabschluss – zumindest in Regensburg – nur zu wünschen übrig lässt. Wurde bei meinem Abschluss vom Alumni-Verein Roots e.V. noch eine ähnliche Veranstaltung auf die Beine gestellt, so werden bei den angehenden Lehrern die Examenszeugnisse standesgemäß mit der Post verschickt. Armes Deutschland…

Die Erwartungen waren groß, ebenso die Enttäuschung – um das Fazit gleich vorneweg zu nehmen. Am Mittwoch haben wir uns voller Vorfreude ins Zelt des Deutschen Theaters nach Fröttmannig begeben, um den Swing-Klängen von Frank Sinatra, Sammy Davis Jr. und Dean Martin zu lauschen.
Die erste Enttäuschung war schon das Theater an sich. Die Bestuhlung, die selbst bei unseren relativ guten Karten noch eine schlechte Sicht bescherte, hat mich überzeugt, keinen weiteren Besuch im Deutschen Theater einzuplanen.
Die Inszenierung einer Las Vegas Show wie vom legendären Rat Pack erlaubt einiges an Spielraum. Angefangen vom Bühnenbild, welches hier schlicht, aber völlig dem Zweck entsprechen war, bis hin zur Besetzung der Band war der kreative Spielraum durchaus gegeben. Die Band war auch gut besetzt und erledigte die Aufgabe auch zur vollsten Zufriedenheit, aber bei der Besetzung der drei Darsteller hat man wohl den einen oder anderen Whiskey zu viel getrunken. Mal abgesehen von den unterirdischen schauspielerischen Leistungen schoss Mr. Sinatra mit seiner Gesangsleistung den Vogel ab. Einen Sänger mit einer Stimmlage zu wählen, die jeden tiefen Ton wie auf Befehl vergeigt, würde nicht mal Dieter Bohlen mit zum Recall nehmen. War zur Pause noch unsere einhellige Meinung, dass man die Vorstellung zwar sehen kann, aber keineswegs muss, so hat der Schluss auch das letzte positive an diesem Abend ausgelöscht.
Es ist schon fast unverschämt, wie man ein wunderschönes Lied wie “My Way” dermaßen versauen kann, wie dieser Protagonist. Einfach unterirdisch, katastrophal, fürchterlich – mein Musiklehrer in der Schulzeit hätte mich für diese Interpretation des Stücks aus dem Chor geworfen!
Letztendlich ist es auch kein Wunder, warum das Rat Pack nicht mal den halben Saal füllen konnte.
Meine abschließende Kritik am Rat Pack: Leider Gottes rausgeschmissenes Geld.
Heute ist Bundestagswahl, ich bin gespannt, wie sie ausgehen wird. Ab 18Uhr sind wir schlauer…
Für alle Unentschlossenen hier noch eine kleine Wahlhilfe:
Vor genau einer Woche war sie zu Ende, unsere kleine Motorrad-Tour nach Krk/Kroatien. Und schee war’s, wie auch die Bilder beweisen:
Die Tour war wunderbar. Am Mittwoch ging’s nach der Arbeit noch bis Kitzbühel, um die Alpenüberquerung und die damit verbundenen Strapazen auf 2 Tage zu verteilen. Donnerstag ging’s nach einem tollen Frühstück im Hotel Jägerwirt über die Felbertauern gen Italien und von da aus ein kleines Stück über die Autobahn bis nach Kroatien nach bzw. auf Krk ins Hotel Bor.
die folgenden zwei Tage haben wir dann auf der faulen Haut am Meer verbracht, einfach total entspannend mit Kommissar Kluftinger
Zurück ging’s nach einer kurzen Odyssee über die kleine Insel und der Suche nach einem Weg auf’s Festland – die Brücke war wegen zu hoher Windstärke gesperrt – über die weltgrößten Tropfsteinhöhlen in Postojna nach Velden am Wörthersee.
Die Pension Uriana hat uns herzlich aufgenommen und ich muss sagen, sowohl Ausstattung als auch Frühstück können mit jedem 4*-Hotel konkurrieren.
Zurück ging’s über den höchsten Pass Österreichs, dem Großglockner. Zauberhaft, was die Natur unseren Nachbarn aus der Alpenrepublik da geschenkt hat.
Und zu guter Letzt hier die Tour zum Nachfahren:
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Geiles Konzert, jetzt auch mit per Live Stream verfügbar – Rise Against in München vom 21.08.2009! Allen Fans und denen, die es noch werden wollen, viel Spaß
Ja, sie hat’s endlich geschafft: Nach fast drei Jahren hat mich meine Herzallerliebste vom Königssee zum Funtensee gejagt. Ein Traum von Aufstieg, mal abgesehen von den 1000 Höhenmetern, die wir in 15 Minuten unter Mindestzeit quasi gelaufen sind.
Aber langsam: Leider war uns bei der Hinfahrt der Märchenbuchblick auf die Kapelle St. Bartholomä nicht vergönnt, da – wie alle 30 Jahre – das Dach erneuert wurde und somit sich ein Gerüst vor uns aufgebaut hat. Der erste schöne Blick dann nach den ersten Metern in die Höhe über den Königssee:

Danach war dann aber auch die Schönheit vorbei, die Saugasse – das Stilfser Joch für Bergwanderer – tat sich vor uns auf. Schier unendliche Serpentinen, an deren Ende man sehnlichst eine Hütte mit kühlem Bier und einer kleinen Stärkung erwartet…

… doch weit gefehlt, wir waren erst kurz nach der Hälfte des Weges
Kurz vor Ende der Tour, als wir auch noch zwei Weggefährten verloren hatten (die Angst vor dem Verpassen der letzten Fähre war größer als Hunger und Durst
), entschädigte der atemberaubende Blick auf die Watzmann-Familie:

Dann, nur noch 10 Minuten enfernt, das Kärlingerhaus am Funtensee. Der wohl beste Anblick des Tages, wenn man die vorangegangenen Strapazen bedenkt

Und hier noch der Funtensee. Wer diesem Tümpel die Bezeichnung See verliehen hat, glaubt auch, dass es sich beim Hamburger Berg um ein Gebirge handelt.

Nachdem nun am vierten Tag nach diesem Gewaltmarsch meine Beine sich langsam wieder erholt haben, befürchte ich schlimmstes und muss wohl noch weitere anstrengende Höhenmeter ohne motorisiertem Untersatz hinter mich bringen. Gott steh mir bei…
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