Ja, sie hat’s endlich geschafft: Nach fast drei Jahren hat mich meine Herzallerliebste vom Königssee zum Funtensee gejagt. Ein Traum von Aufstieg, mal abgesehen von den 1000 Höhenmetern, die wir in 15 Minuten unter Mindestzeit quasi gelaufen sind.
Aber langsam: Leider war uns bei der Hinfahrt der Märchenbuchblick auf die Kapelle St. Bartholomä nicht vergönnt, da – wie alle 30 Jahre – das Dach erneuert wurde und somit sich ein Gerüst vor uns aufgebaut hat. Der erste schöne Blick dann nach den ersten Metern in die Höhe über den Königssee:

Danach war dann aber auch die Schönheit vorbei, die Saugasse – das Stilfser Joch für Bergwanderer – tat sich vor uns auf. Schier unendliche Serpentinen, an deren Ende man sehnlichst eine Hütte mit kühlem Bier und einer kleinen Stärkung erwartet…

… doch weit gefehlt, wir waren erst kurz nach der Hälfte des Weges
Kurz vor Ende der Tour, als wir auch noch zwei Weggefährten verloren hatten (die Angst vor dem Verpassen der letzten Fähre war größer als Hunger und Durst
), entschädigte der atemberaubende Blick auf die Watzmann-Familie:

Dann, nur noch 10 Minuten enfernt, das Kärlingerhaus am Funtensee. Der wohl beste Anblick des Tages, wenn man die vorangegangenen Strapazen bedenkt

Und hier noch der Funtensee. Wer diesem Tümpel die Bezeichnung See verliehen hat, glaubt auch, dass es sich beim Hamburger Berg um ein Gebirge handelt.

Nachdem nun am vierten Tag nach diesem Gewaltmarsch meine Beine sich langsam wieder erholt haben, befürchte ich schlimmstes und muss wohl noch weitere anstrengende Höhenmeter ohne motorisiertem Untersatz hinter mich bringen. Gott steh mir bei…
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