Archive for Oktober, 2009

Sponsion am MCI Innsbruck: Siehst du Deutschland, so wird das gemacht28.10.09

Ja ja, die guten alten Ösis, die haben einfach noch Ahnung, wie man seine Studenten behandelt. Am Wochenende hat mein Bruder seinen Bachelor der Tourismus- und Freizeitwissenschaften am MCI Innsbruck überreicht bekommen, eine Feier, wie sich’s jeder Student eigentlich wünscht. Vom Generalsekretär des Bundesministeriums für Wirtschaft und Forschung bis zum Präsident der Wirtschaftskammer Tirol war alles Offizielle anwesend, was das kleine Österreich so zu bieten hat. Feierlich mit Grußworten, Überreichen der Zeugnisse und anständigen Empfang wurde genau das geboten, was ein Studienabschluss – zumindest in Regensburg – nur zu wünschen übrig lässt. Wurde bei meinem Abschluss vom Alumni-Verein Roots e.V. noch eine ähnliche Veranstaltung auf die Beine gestellt, so werden bei den angehenden Lehrern die Examenszeugnisse standesgemäß mit der Post verschickt. Armes Deutschland…

Eine Kritik: Rat Pack in München16.10.09

head.ratpack

Die Erwartungen waren groß, ebenso die Enttäuschung – um das Fazit gleich vorneweg zu nehmen. Am Mittwoch haben wir uns voller Vorfreude ins Zelt des Deutschen Theaters nach Fröttmannig begeben, um den Swing-Klängen von Frank Sinatra, Sammy Davis Jr. und Dean Martin zu lauschen.

Die erste Enttäuschung war schon das Theater an sich. Die Bestuhlung, die selbst bei unseren relativ guten Karten noch eine schlechte Sicht bescherte, hat mich überzeugt, keinen weiteren Besuch im Deutschen Theater einzuplanen.

Die Inszenierung einer Las Vegas Show wie vom legendären Rat Pack erlaubt einiges an Spielraum. Angefangen vom Bühnenbild, welches hier schlicht, aber völlig dem Zweck entsprechen war, bis hin zur Besetzung der Band war der kreative Spielraum durchaus gegeben. Die Band war auch gut besetzt und erledigte die Aufgabe auch zur vollsten Zufriedenheit, aber bei der Besetzung der drei Darsteller hat man wohl den einen oder anderen Whiskey zu viel getrunken. Mal abgesehen von den unterirdischen schauspielerischen Leistungen schoss Mr. Sinatra mit seiner Gesangsleistung den Vogel ab. Einen Sänger mit einer Stimmlage zu wählen, die jeden tiefen Ton wie auf Befehl vergeigt, würde nicht mal Dieter Bohlen mit zum Recall nehmen. War zur Pause noch unsere einhellige Meinung, dass man die Vorstellung zwar sehen kann, aber keineswegs muss, so hat der Schluss auch das letzte positive an diesem Abend ausgelöscht.
Es ist schon fast unverschämt, wie man ein wunderschönes Lied wie “My Way” dermaßen versauen kann, wie dieser Protagonist. Einfach unterirdisch, katastrophal, fürchterlich – mein Musiklehrer in der Schulzeit hätte mich für diese Interpretation des Stücks aus dem Chor geworfen!
Letztendlich ist es auch kein Wunder, warum das Rat Pack nicht mal den halben Saal füllen konnte.

Meine abschließende Kritik am Rat Pack: Leider Gottes rausgeschmissenes Geld.

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